American Football Verband Deutschland e.V.

Konstituierende Sitzung: Flagfootball Vereinigung Deutschland stellt Weichen für die Zukunft

Die Flagfootball Vereinigung Deutschland (FFVD) hat am 18. Juni 2026 ihre konstituierende Sitzung abgehalten. Im Zentrum des Treffens standen die formalen Wahlen der Verbandsgremien, ein Rück- und Ausblick auf die sportliche Entwicklung sowie wichtige strukturelle Beschlüsse für den Nachwuchs- und Spielbetrieb. Mit den erfolgreichen Wahlen ist die Fachvereinigung ab sofort vollständig handlungsfähig.

Einstimmige Ergebnisse bei den Vorstandswahlen

Die anwesenden Delegierten wählten die neuen Führungsgremien in offener Abstimmung jeweils mit einer Zustimmung von 100 Prozent. Die Flag-Bundeskommission (FBK) setzt sich für die kommende vierjährige Amtszeit aus Torsten Grom (Vorsitzender), Max Keneder und Chris Kämpfe zusammen. Den Vorsitz der Flag-Wettkampfkommission (FWK) übernimmt Nils Just, der zudem die Projektleitung für das anstehende Finalturnier im Rahmen des AFVD („Finals 2026 in Hannover“) verantwortet.

Die Organe der FFVD und ihre Aufgaben

Gemäß der Bundes Flag Football Ordnung (BFF) gliedert sich die Fachvereinigung in feste Organe, die eine klare Aufgabentrennung garantieren:

  •  Flag-Bundesversammlung (FBV): Als oberstes Organ der FFVD besitzt sie die Ordnungshoheit. Sie beschließt Änderungen der Bundesordnung, stellt die Stimmberechtigungen fest und wählt sowie überwacht die Kommissionen.

  • Flag-Bundeskommission (FBK): Das dreiköpfige, geschäftsführende Gremium steuert den Verband zwischen den Bundesversammlungen. Unter dem Vorsitz von Torsten Grom überwacht die FBK die Einhaltung aller Regularien, sichert die Kommunikation mit den Landesverbänden, verwaltet das Budget und ernennt die Leitungen der Fachbereiche sowie der weiteren Kommissionen.

  • Flag-Wettkampfkommission (FWK): Unter der Leitung von Nils Just ist dieses Organ für die laufende Überwachung und Organisation des Spielbetriebs zuständig. Dazu gehören die Erstellung von Spielplänen, Rankings und Wertungen, Schiedsrichteransetzungen sowie die Regelung sportlicher Streit- und Sanktionsfälle außerhalb der Lizenzligen.

  • Flag-Technische Kommission (FTK): Sie zeichnet für die Verabschiedung der Bundesspielordnung (Flag-BSO) verantwortlich und definiert verbindliche technische Standards für Spielfelder, Software und Ausrüstungen.

  • Flag-Fachbereiche: Für die detaillierte inhaltliche Arbeit werden spezialisierte Fachbereiche eingesetzt, die unter anderem die Bereiche Nationalteams, Jugendarbeit, Medienpräsenz sowie die Trainer- und Schiedsrichterausbildung abdecken.

Positiver Trend im Spiel- und Ausbildungswesen

Im Rahmen der Sitzung zog Torsten Grom eine positive Bilanz der vergangenen Monate. Flagfootball verzeichnet in Deutschland weiterhin ein starkes Wachstum:

  • Ligabetrieb: Im Erwachsenenbereich nahmen zuletzt 163 Teams am Spielbetrieb teil.

  • Ausbildung: Im Schiedsrichterwesen gab es ein signifikantes Lizenz-Wachstum von rund 78Prozent. Zudem wurden neue B- und C-Trainerlizenzen im Leistungssport etabliert; dieA-Trainer-Ausbildung folgt plangemäß 2026/27.

  • Nationalmannschaften: Nach positiven Gesprächen mit dem DOSB und dem BMI sind ersteAthleten-Förderungen angelaufen. Die Vorbereitungen für die Heim-WM in Düsseldorf und die Olympia-Qualifikation laufen auf Hochtouren.

Strukturreformen und Jugendbereich

Um die Planungssicherheit für die Landesverbände zu erhöhen, wurde das Jugendländerturnier dauerhaft auf das vierte Aprilwochenende terminiert. Für künftige deutsche Jugend-Vereinsmeisterschaften wird ein regionales Qualifikationsformat favorisiert, um kleinere Vereine finanziell zu entlasten.

Ein kurzfristig eingereichter Antrag von Fabian Pawlowski zur Präzisierung der Stimmverteilung bei Vereins- und Teamzählungen wurde aus formalen Gründen auf die nächste Sitzung vertagt, um eine rechtssichere Prüfung zu gewährleisten.

Nächste Schritte und Support für Landesverbände

Die FFVD wird die Landesverbände kurzfristig beim Aufbau eigener Strukturen unterstützen, werden entsprechende Satzungs-Blaupausen und Mustervorlagen versendet. Parallel dazu wird die Digitalisierung der Verwaltung vorangetrieben: Mittelfristig sollen sowohl der Informationsaustausch über eine zentrale Plattform als auch die Schiedsrichtermeldungen über etablierte Tools vollständig automatisiert werden.