Vier intensive Tage in Düsseldorf liegen hinter Team Germany. Vier Tage mit engen Spielen, großen Emotionen und der Möglichkeit, sich vor heimischer Kulisse mit den besten Flag Football Nationen der Welt zu messen.
Beide deutschen Teams hatten sich in der Gruppenphase für das Viertelfinale qualifiziert und damit den Sprung unter die besten acht Nationen der Welt geschafft.
Besonders knapp verpasste die deutsche Frauen Flag Nationalmannschaft den Einzug in die Runde der besten Vier. Gegen den amtierenden Weltmeister USA entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem das Team von Head Coach Jona Winkel bis zum Schluss die Chance auf das Halbfinale hatte. Am Ende fehlte beim 34:35 nur ein einziger Punkt.
Im Spiel um Platz fünf zeigte die deutsche Auswahl noch einmal eine starke Leistung und setzte sich deutlich mit 34:6 gegen Österreich durch. Damit gehört die deutsche Frauen Flag Nationalmannschaft zu den fünf besten Teams der Welt.
Auch die deutsche Männer Flag Nationalmannschaft erreichte nach der Gruppenphase das Viertelfinale. Dort traf das Team von Head Coach Said Salazar Déciga auf Europameister Italien und musste sich mit 22:38 geschlagen geben.
In den anschließenden Platzierungsspielen fehlte zweimal nur wenig. Gegen Amerikanisch-Samoa kämpfte Team Germany bis zum Schluss um den Sieg, musste sich aber knapp mit 31:34 geschlagen geben. Auch im letzten Spiel dieser gegen Panama blieb die Entscheidung bis zum Ende offen. Beim 32:33 fehlte schließlich nur ein Punkt. Damit beendet die deutsche Männer Flag Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft auf Rang acht.
Die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles ist beiden deutschen Teams in Düsseldorf nicht gelungen. Der Traum von LA28 lebt dennoch weiter.
Für beide Nationalmannschaften bietet sich über die IFAF Europameisterschaft 2027 die nächste Möglichkeit. Dort geht es um die Qualifikation für die Olympic Q-Series 2028, bei der die verbleibenden Startplätze für Los Angeles vergeben werden.
Beide Nationalmannschaften nehmen aus diesen vier Tagen wertvolle Erfahrungen mit. Die Heim-WM hat gezeigt, dass Team Germany auf der größten internationalen Bühne mithalten kann. Gleichzeitig aber auch, woran auf dem weiteren Weg gearbeitet werden muss. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.
„Ich bin unglaublich stolz auf das, was unsere beiden Teams bei dieser Weltmeisterschaft geleistet haben. Nach zwei schwierigen Jahren haben wir gezeigt, dass Deutschland wieder an der Weltspitze anklopft und wir unseren großen Traum von den Olympischen Spielen 2028 mit voller Überzeugung weiterverfolgen können.
Ich bin unglaublich stolz auf jede einzelne Spielerin und jeden einzelnen Spieler sowie auf jede Trainerin und jeden Trainer. Sie alle haben in den vergangenen Monaten und Jahren unglaublich viel investiert, auf vieles verzichtet und bei dieser WM mit Leidenschaft und Herz alles für Team Germany gegeben.
Mein größter Dank gilt aber auch dem Team hinter dem Team. Den Medizinern Conny Matthes, Dirk Johannes und Dr. Jan Halbmann, die unsere Jungs und Mädels durch dieses intensive Turnier gebracht haben. Unseren Teammanagern Andreas Hufer und Bianca Grom, die rund um die Uhr für die Mannschaften da waren. Torsten Grom als Chef de Mission, der im Hintergrund dafür gesorgt hat, dass alles funktioniert. Und natürlich unserem Social-Media- und Öffentlichkeitsarbeitsteam mit Lea Wohlfahrt, Bennet Henße, Aileen Uzoma und Laura Decker, das unsere Teams und diese besondere Heim-WM nach außen getragen und sichtbar gemacht hat.
Eine solche sportliche Leistung entsteht niemals nur auf dem Feld. Sie ist das Ergebnis vieler Menschen, die mit Leidenschaft, Herzblut und unzähligen Stunden dafür arbeiten, unseren Athletinnen und Athleten die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen.
Ohne dieses Team hinter dem Team wäre eine solche Leistung nicht möglich gewesen. Dafür kann ich einfach nur Danke sagen. Ich bin stolz auf Team Germany und auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.“
– Michael Schwarzer, Geschäftsführer des AFVD und Leistungssportdirektor Flag Football.
Ein besonderer Dank gilt außerdem der DKB als Partnerin des deutschen Flag Footballs, die unsere Nationalmannschaften auf ihrem Weg begleitet, sowie erima als offiziellem Ausrüster.
Auch der Stiftung Deutsche Sporthilfe, der Spitzensportförderung durch das Bundeskanzleramt (BKAmt) und das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gilt unser großer Dank für die Unterstützung unserer Athletinnen und Athleten und die Förderung unseres Leistungssports.
Ein ebenso großes Dankeschön geht an alle Fans, die Team Germany während der gesamten Weltmeisterschaft von den Rängen aus lautstark unterstützt, mitgefiebert und unsere Mannschaften getragen haben.
Foto: Lea Wohlfahrt
