Erstmals hat die German Football League in Dresden ihre GFL Honors verliehen. Bei der gemeinsamen Gala mit der Hall of Fame am Freitagabend, 2. Oktober, wurden die besten Spieler und Trainer der GFL Saison 2026 in sechs Kategorien ausgezeichnet. (effect® ENERGY GFL und GFL2)
Gleichzeitig wurden mit Steve Moor, Andreas Nommensen und Martin Tschurer die drei neuen Mitglieder der Hall of Fame geehrt, die den Football in Deutschland über Jahrzehnte mitgeprägt haben.
Ehrung für drei Wegbereiter
Für Steve Moor kam die Würdigung posthum. Als Head Coach führte er die Düsseldorf Panther zu den Deutschen Meisterschaften 1981, 1983 und 1984 und zählt damit zu den großen Trainern der Anfangsjahre. Moor starb im Juni 2024 im Alter von 70 Jahren in den USA.
Andreas Nommensen spielte von 1998 bis 2006 für die Hamburg Blue Devils, mit denen er 1998 den Eurobowl und von 2001 bis 2003 drei Deutsche Meisterschaften in Folge gewann. Als Trainer war er anschließend unter anderem bei den Blue Devils, den Kiel Baltic Hurricanes, den Hamburg Huskies und den Elmshorn Fighting Pirates tätig, zuletzt 2021 bei den Hamburg Sea Devils in der European League of Football.
Martin Tschurer hat seine Wurzeln bei den Düsseldorf Panthern. Er durchlief dort alle Schüler- und Jugendteams und spielte bis 1992 in der Bundesliga-Mannschaft. Schon während seiner aktiven Zeit übernahm er Verantwortung als Trainer, später folgten Stationen bei den Troisdorf Jets, den Mönchengladbach Mavericks, Rhein Fire in der ELF sowie von 1997 bis 2008 bei der Nationalmannschaft. Unter anderem gewann er drei Deutsche Meisterschaften, den Eurobowl, die Europameisterschaft und Gold bei den World Games.
Die Gewinner der GFL Honors 2026
- Offense MVP: Kelley Joiner Jr. (Schwäbisch Hall Unicorns)
- Defense MVP: Kyle Kitchens (Hildesheim Invaders)
- Special Teams MVP: Florian Finke (Dresden Monarchs)
- Rookie of the Year: Marco Theisinger (Saarland Hurricanes)
- Homegrown Player of the Year: Paul Terjung (Hildesheim Invaders)
- Coach of the Year: Felix Brenner (Schwäbisch Hall Unicorns)
Je zwei Auszeichnungen gingen nach Schwäbisch Hall und Hildesheim.
Unicorns-Runningback Kelley Joiner Jr. kam in der regulären Saison auf mehr als 1.100 Rushing Yards, Head Coach Brenner führte sein Team ungeschlagen zur Südmeisterschaft und bis ins Playoff-Halbfinale.
Ermittelt wurden die Gewinner in einem 50/50-Modell: Eine siebenköpfige Expertenjury nominierte je Kategorie fünf Kandidaten, anschließend stimmten die Fans über die RDZN App ab. Beide Wertungen flossen zu gleichen Teilen ins Ergebnis ein.
Für die Spieler und Trainer endete die Saison 2026 damit mit einem würdigen Abschluss abseits des Spielfelds.
Foto: Sarah Philipp Photography / Autor: Laura Decker
