American Football Verband Deutschland e.V.

NFL Draft 2026: Deutsche Football-Talente im Fokus

Der deutsche American Football setzt seine positive Entwicklung auf internationaler Ebene konsequent fort. Immer mehr Athletinnen und Athleten aus Deutschland schaffen den Sprung in den US-College-Football und werden dort Teil hochklassiger Programme, die sie gezielt auf den nächsten Schritt Richtung Profibereich vorbereiten.

Ein zentrales Beispiel dieser Entwicklung ist Marlin Klein. Der aus Köln stammende Tight End wurde in der zweiten Runde des NFL Drafts 2026 an Position 59 von den Houston Texans ausgewählt und gehört damit zu den höchstgedrafteten deutschen Offensivspielern der vergangenen Jahre. Klein überzeugte während seiner College-Zeit an der University of Michigan sowohl sportlich als auch durch seine kontinuierliche Entwicklung und wurde dort unter anderem als Teamkapitän eingesetzt. 

Während einige Spieler den direkten Weg über den NFL Draft in die Liga finden, erreichen andere den professionellen Football über alternative Entwicklungspfade wie Practice Squads, Development-Programme oder als Undrafted Free Agents.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist Paul Rubelt. Der Offensive Lineman ging im NFL Draft 2026 nicht über die Draft-Picks, erhielt jedoch im Anschluss einen Vertrag als Undrafted Free Agent bei den Tampa Bay Buccaneers. 

Insgesamt zeigt sich ein sehr positives Gesamtbild: Deutsche Spieler sind zunehmend in der Lage, sich nicht nur zu qualifizieren, sondern sich auch in hochkompetitiven Programmen langfristig zu behaupten. Der Weg führt dabei häufig über College-Programme, internationale Förderstrukturen oder gezielte Development-Programme.

Der Sprung von Marlin Klein in die NFL ist dabei ein starkes Signal für den gesamten Sport und eine wichtige Motivation für die nächste Generation.

Durch die kontinuierliche Entwicklung der Nachwuchsprogramme in Deutschland, die steigende internationale Aufmerksamkeit sowie gezielte Förderstrukturen eröffnen sich für deutsche Talente immer bessere Möglichkeiten im US-College-Football und im NFL-Umfeld. Damit wächst nicht nur die Zahl deutscher Spieler in internationalen Programmen, sondern auch die Bedeutung Deutschlands als feste Größe in der globalen American Football-Entwicklung.

Foto: Carsten Keller